Über Corona wollte ich ursprünglich nicht schreiben. Das tuen bereits viele. Nun hatte ich mich gestern entschieden, einen Inhouse-Workshop für Unternehmen anzubieten. Wohlwissend – das Angebot kommt sicher für viele zur Unzeit. Warum trotzdem jetzt?

Weil ich mir nicht selbst das Denken, das Planen, meine Zuversicht und Freude nehmen möchte.

Die notwendigen Kontaktbeschränkungen sind weitgehend sinnvoll und richtig. Vorsicht ist angesichts von Corona angebracht – aber keine Angst! Und schon gar kein selbst auferlegter vorauseilender Gehorsam. Geistig werde ich mir keine Maske aufsetzen. Geistig kann mich kein Virus und keine Regierung unter Quarantäne stellen.

Victor Frankl, der Begründer der Logotherapie, nennt das die „Trotzmacht des Geistes“. Die ist bei mir derzeit voll entfacht. Corona ist schicksalhaft über uns alle gekommen. Nicht zu ändern. Die Fragen, die uns das Leben stellt, schreibt Elisabeth Lukas in ihrem Buch „Sehnsucht nach Sinn“, können wir uns nicht aussuchen, aber die Antworten, die wir darauf geben, sind Zeugnis unserer ureigenen geistigen Haltung, gleichsam „Fingerabdrücke“ unseres Ich.

Meine Antwort lautet: Ich lebe weiter gut – vorsichtig ja, aber ohne Angst, die bekanntlich kein guter Ratgeber ist. Wir werde Corona überwinden! So oder so! Die Zeit bis dahin nutze ich. So entstand „zwischen den Jahren“ das Konzept für den angebotenen Workshop. Über kurz oder lang werde ich ihn bei meinen Kunden moderieren. Da bin ich mir ganz sicher. Er bietet Inspiration für die Teilnehmer*innen in einem kompakten Design, ist eine sinnvolle Sache und eine gute Investition. Ich freue ich riesig darauf.