Meine Kernbotschaft lautet: „Das Beste kommt noch“. Der „Herbst des Lebens“ (60plus), davon bin ich zutiefst überzeugt, bietet uns die einmalige Chance, psychisch, geistig und sozial über uns hinaus zu wachsen. Der Schlüssel zu diesem persönlichen Wachstum ist, es zu wollen. Das Projekt persönlicher Veränderung zu wagen. 

– Gruß vom Herforder Wochenmarkt –

Weitgehend befreit von den zahlreichen Zwängen durch Beruf und Familie, bietet uns die Freiheit  über unsere Zeit selbst zu verfügen, eine schier unüberschaubare Vielfalt an Handlungsoptionen. Wir sind im Normalfall freier und unabhängiger als je zuvor. Ausnahmen gibt es immer.

Die Meisten sind körperlich, mal abgesehen von Zipperlein und der jeweiligen individuellen körperlichen „Achillesferse“, noch fit. So haben wir die Wahl, z.B. zu reisen oder daheim zu bleiben. Kontakte zu pflegen oder uns zurück zu ziehen. Sparsam zu sein, kleinkariert, großzügig, oder gelegentlich verrückt mit unserem Geld um zu gehen. Weiter im Job zu arbeiten, wenn es Freude macht, oder etwas ganz Neues an zu fangen, etwas das immer zu kurz gekommen ist. 

Psychisches und geistiges Wachstum betrifft unser Innenleben. Das bedeutet im ersten Schritt, die Bereitschaft zum Innehalten und zur Reflexion über mich und meine Art, mein Leben zu gestalten. Kontakt zu den wirklichen Bedürfnissen, Wünschen, ja den Sehnsüchten zu finden. Das führt uns auf die emotionale Ebene, unseren Gefühle können wir viel mehr Einfluss geben.  

Soziales Wachstum ist nach Außen gerichtet. Wie möchte ich, wenn die Freiheit ums Haus weht, mein soziales Leben ausrichten? Welche Beziehungen möchte ich intensivieren, welche beenden, weil sie mir nicht mehr gut tun, nicht mehr zu mir passen? Möchte ich ganz neue Kontakte knüpfen und entwickeln – aus Fremden können gute Bekannte werden, wenige bestenfalls zu Freunden. 

Mehr denn je, können wir zum Drehbuchautor und Regisseur unseres Lebens werden. Nicht nur eine Schauspieler sein, der eine vorgegebene Rolle spielt.

Einen Wermutstropfen kann ich Dir nicht ersparen. Das Leben ist nun mal endlich. Das ist betrüblich, aber wahr. Es scheint mir daher sinnvoll, die Entscheidung für ein selbstbestimmtes, freies Leben möglichst bald zu treffen und nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag zu verschieben. 

„Carpe diem“ – nutze den Tag. Für was auch immer. 

Herzlichst Harald