Das wird das erste Thema in meinem Blog sein. Meine Idee war, das “Pferd von hinten auf zu zäumen”. Nicht von Lebenskunst zu schreiben, sondern darüber, was sie behindert. Das könnte schon mal nützlich sein.

Aktuell bin noch in der Reflektionsphase: 8 Erschwernisse konnte ich bisher identifizieren, die mir bedeutsam erscheinen, z.B. Eile und Stress (allgemeine Beschleunigung aller Prozesse), Perfektionismus ( übergewichtete zwanghafte Persönlichkeitsanteile ), Pessimismus, Narzissmus und unreflektierte psychologische Antreiber – das alles kann uns das Leben ganz schön vermiesen. Natürlich auch gesellschaftliche Bedingungen.

Was macht es uns schwer, heiter, gelassen und voller Zuversicht zu leben?

Wie hindern wir uns selbst daran? Durch Ängste, einengende Denkmuster, festgefahrene Gewohnheiten, materielle Ausrichtung – alles haben und mithalten wollen. Erfolg über alles.

Wie werden wir gehindert? Durch Corona, Arbeitslosigkeit, die finanzielle Situation, die gesellschaftlichen Normen und Realitäten, wie der furchtbare Umgang mit den Allgemeingütern Boden, Luft und Wasser? Ganz zu schweigen vom Quälen der Tiere, weil wir massenhaft Mengen billigen Fleisches verzehren möchten. Ist nicht die allseits bekannte Weissagung: “Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann” die wahrscheinlichste aller denkbaren Zukunftsvisionen?

Es gibt tausend Gründe zu verzweifeln und das individuelle Handtuch zu werfen. Die Welt ist wahrlich kein Paradies.

Dann noch die blöden Nachbarn, die Arbeit, die Kolleg*innen, die Chefin, körperliche Symptome wie Schmerzen oder die Folgen von Verlusten, Trennungen oder Schicksalsereignissen, die belastende Betreuung der alten Eltern. Vieles, sehr Vieles ist denkbar…

Kann man bei all der Ungerechtigkeit und z.B. der Gier nach immer mehr, mit gutem Gewissen “Lebenskünstler” sein?

Möchte hier innehalten. Auf viele Aspekte werde ich ganz sicher später zurück kommen in den folgenden Beiträgen.

Erst einmal werde ich versuchen, die oben angedeuteten 8 Faktoren systemisch zu verknüpfen, um heraus zu finden, ob es ein Ranking gibt. Welcher Faktor hat die größte Hebelwirkung ? Worauf habe ich überhaupt Einfluss? Wenn das klar wäre, wäre es leichter zu entscheiden, was du vielleicht (wirkungsvoll) angehen könntest, mit dem Ziel einer von dir erwünschten Veränderung.

Bin selbst sehr gespannt was raus kommt.

Wenn du in der Zwischenzeit Gedanken beitragen möchtest, bist du herzlich eingeladen, mir diese hier im Blog, über WhatsApp (WA) oder Email in die InteressiertenGruppe, bzw. nur an mich persönlich, zu posten.

Freue mich auf die Arbeit. Ich gebe über WA und Email bekannt, sobald der Beitrag fertig ist und im Blog online.

Herzlichst euer Harald Scharfenorth