Ein Aufruf jetzt solidarisch zu handeln.

Darf es mir gut gehen, während Ukrainer sterben durch Putins imperialistisches Machtstreben? Darf ich nachher mit Pablo, meinem Dackel, in meinem Lieblingscafe sitzen und einen Cappuccino genießen, Zeitung lesen, Pablo streicheln, während Menschen durch destruktive Aggression, durch Gewaltanwendung, sterben?

Diese Fragen beschäftigen mich in diesen fürchterlichen Tagen, unter dem Eindruck der entsetzlichen Bilder. Meine Antwort lautet: Ja.

Und ich möchte das kurz begründen: Keiner Ukrainerin auf der Flucht, keinem Neugeborenen in Bunkern, ist geholfen, wenn Ich (nur) Mitleid empfinde. Mitgefühl ist die richtige Energie. Nicht Mitleid. Diese Differenzierung scheint mir bedeutsam. Während „mit leiden“ mir Energie raubt und mich tendenziell runter zieht, mobilisiert Mitgefühl Solidarität, Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit: Mitgefühl motiviert mich beispielsweise zu spenden, an einer Solidaritätsdemo teil zu nehmen, den egozentrischen Blick auf die Frage, was das nun alles kosten wird und ob ich mir die nächste Kreuzfahrt oder die Restaurantbesuche zukünftig noch leisten kann, in den Hintergrund zu drängen, mich ehrenamtlich zu engagieren, um praktisch zu helfen. Nie war ich dankbarer, in einer wehrhaften Demokratie leben zu dürfen als gegenwärtig. Nie war ich so stolz auf eine Bundesregierung wie am letzten Sonntag, als Scholz, Baerbock, Habeck und andere, altes Denken und Prinzipien über Bord warfen, Fehler der Vergangenheit eingestanden und mutig und entschlossen nach vorn blickten. Koste es was es wolle.

Wir alle zusammen werden Putin zeigen, wo „Bartelheimer den Most her holt“. Er hat die Macht, Menschen töten zu lassen und ein Land in Schutt und Asche zu legen – furchtbar.

Den Willen zur Freiheit wird er dauerhaft niemals unterdrücken können! Kein Machtapparat hat das je in der Geschichte der Menschheit dauerhaft geschafft: Die Römer nicht, die Kolonialstaaten nicht, die Sklavenhalter in den Südstaaten der USA nicht, Hitler nicht, das Appartheitsregime in Südafrika nicht, die SED in der DDR nicht. Immer haben mutige Menschen, wie M. Gandhi, D. Bonhoeffer, M.L.King und N.Mandela gesiegt! So wird es auch diesmal kommen. Die Wut der eigenen russischen Bevölkerung wird dieser Despot letztlich noch zu spüren bekommen, da bin ich mir sicher.

Bis dahin heisst das Motto: Helfen und unterstützen, wie und wo es nur geht: Jetzt mache ich meine Überweisung auf das Spendenkonto DE65 100 400 600 100 400 600 für das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe. Informiere mich, wo und wann in der Nähe die nächste Demo stattfindet. Dann schwinge ich mich auf meinen E-Scooter, mit Pablo in der Hängetasche, und geniesse den Besuch in unserem Café in Herford.

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Herzlichst Harald